C.S.: Vienna Teng, es ist uns ein großes Vergnügen, Sie als Gesprächspartner gewinnen zu können. Selbst wenn Sie dieses Jahr viel in den USA auf Tour sind, so scheinen Sie doch nie weit weg zu sein, denn im Internet sind Sie sehr aktiv mit Facebook und anderen modernen Kommunikationsmitteln, und lassen dort Ihrer Fangemeinde immer aktuell Neuigkeiten über die Band und Tour-Daten zukommen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Sie in Marburg in einer Konzertpause hinter der Bühne ins Internet gingen. Was bedeutet Ihnen diese Community, die Sie weltweit vom Internet aus unterstützt?
Vienna Teng: Mir gefällt es sehr, dass mein Leben durch die Musik und das Internet mich mit derart vielen tiefsinnigen, gut informierten Menschen verbindet. Es erlaubt mir sozusagen, meine Ausbildung fortzusetzen. Ich kann auf Facebook oder Twitter einfach eine Frage zu einem Thema stellen, woran ich interessiert bin, und unweigerlich antwortet irgendjemand mit hilfreichen Informationen dazu. Außerdem ist es nützlich, Lied-wünsche vor einem Konzert zu empfangen und die Geschichten zu den Wünschen dahinter zu lesen. Ich bin immer wieder fasziniert von Menschen, die meine Musik hören, und für die ein bestimmter Song wichtig geworden ist.
C.S.: Die Ereignisse in Japan können nicht spurlos an uns vorbei gehen und hinterfragen einige unserer Lebensweisen. Sie haben begonnen, eine Spendensumme für die Tsunami-Opfer in Japan bei einem Konzert einzusammeln. In wie fern möchten Sie zu dem Thema öffentlich Stellung beziehen, oder möchten Sie vielleicht auch darüber singen?
Vienna Teng: Die Idee zum Einsammeln einer Spende kam von Alex Wong, mit dem ich regelmäßig auftrete. Sein starker Sinn für Mitgefühl ist sehr inspirierend. Wir hatten außerdem einige Wochen vor dem Unglück das Lied „The Breaking Light“ geschrieben, und er schlug daraufhin vor, dass wir dieses Lied live aufnehmen und es zum Download bereitstellen könnten, zum extra Spenden zu sammeln. Bis jetzt sind so über 5.000 $ zusammen gekommen.
>> das ganze Interview mit Vienna Teng im Magazin Mein Berlin



