Donnerstag, 23 März 2017

Bratwurst - der Klassiker auf dem Grill

Bratwurst - der Klassiker auf dem Grill

Der Klassiker auf dem Grill-Rost ist nach wie vor das Würstchen. Wir nehmen die Bratwurst unter die Lupe und zeigen wie sie auf jeden Fall gelingt.

Wie gesund ist es, Würstchen zu grillen?
Gute Nachrichten: Wenn keine Flammen um Ihre Würste schlagen und Sie wie ein Profi grillen, können Sie getrost zubeißen. Denn die krebserregenden PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) entstehen nur dann, wenn Fett oder Marinade in die Glut tropft. Beim Verbrennen bildet sich dann nämlich ein bläulicher Rauch, der sich auf das Grillgut legt und unweigerlich mitgegessen wird. Außerdem entsteht PAK, wenn Fleisch von außen verbrennt. Deshalb verbrannte Krusten immer abschneiden.

Bratwürste sind lecker und schmecken vor allem deshalb so gut, weil sie sehr viel Fett enthalten und Fett ein hervorragender Geschmacksträger ist. Eine Bratwurst deckt bereits ¼ des täglichen Energiebedarfes eines Erwachsenen. Bratwürste sind deshalb ein Nahrungsmittel, dass Sie in Maßen essen sollten. Zu viel davon macht nämlich dick. Für einen normalgewichtigen Erwachsenen sind aber - während der Grillsaison - zwei Bratwürste pro Woche durchaus erlaubt.

Da Würstchen aber so gut wie keine Ballaststoffe enthalten, machen sie kaum satt. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie statt Weißbrot eher ballaststoffreiches Vollkornbrot als Beilage wählen und am besten noch Gemüse dazu. Im Gemüse stecken nämlich jede Menge Antioxidantien, die gegen die zellzerstörerische Wirkung der nicht so gesunden Fette in der Wurst helfen.

Außerdem ist in den meisten Würsten Phosphat enthalten. Dieser Stoff kann auf Dauer die Kalziumaufnahme im Körper hemmen, was schädlich für die Knochen ist. Deshalb bei jeder Grillparty zur Wurst z. B. ein Stück Käse essen, das hebt die negative Wirkung wieder auf.

Die richtige Vorbereitung ist (fast) alles
Die Wurst vor dem Grillen auf keinen Fall einritzen. Denn dann verliert sie nur unnötig Saft, wird trocken und schmeckt nicht mehr. Eine gute Bratwurst platzt von alleine auf dem Grill, und zwar mit einer so genannten Narbe auf der oberen und unteren Seite. Die Narbe sollte sich dabei jedoch nach innen wölben, dann verliert sie nämlich keinen Bratensaft. Wölbt sich die Narbe dagegen nach außen, dann enthält die Wurst zu viel Wasser, schmeckt nicht besonders aromatisch und hat also eine schlechte Fleischqualität.

Heizen Sie den Grill rechtzeitig, bevor die Gäste kommen, an. Denn bei langen Wartezeiten und knurrenden Mägen kann schnell schlechte Laune aufkommen. Ein Gas- oder Elektrogrill ist sehr schnell vorgeheizt, ein Holzkohlegrill dagegen benötigt ca. 30 Minuten, bis er die richtige Temperatur hat. Halten Sie dazu Ihre flache Hand knapp über den Rost und zählen Sie „21, 22, 23“. Wenn Sie jetzt die Hand wegziehen müssen, ist die Temperatur optimal.

Bratwürste brauchen auf dem Grill insgesamt acht Minuten, also vier Minuten von jeder Seite. Schlanke dünne Würste sind in der Hälfte der Zeit gar.


 

Zwei Rezepte für die Grillparty

 

Zutaten (für 4 Pers.):
  • 4 mexikanische Wraps (Mexikanische Fladen, fertig im Supermarkt erhältlich)
  • 400 g fertiges eingelegtes Sauerkraut
  • 4 rohe Bratwürste
  • fertiges Gewürzöl (z. B. von Fuchs Odessa aus dem Supermarkt)

Bratwurst im Wrap

Zubereitung:
Das Sauerkraut zunächst abschütten und gut abtropfen lassen. Dann die Wraps auf der Arbeitsfläche auslegen und zu gleichen Teilen gleichmäßig und flach das Sauerkraut verteilen. Dann die Bratwürste von jeder Seite vier Minuten auf dem Grill garen. Danach die Würste in die Mitte der Sauerkrautwraps legen, zusammenrollen und mit einem Holzspieß fixieren. Die Wraps mit etwas Gewürzöl bestreichen und von einer Seite nochmals 3 – 4 Minuten auf den Grill legen.
Tipp: Damit die Holzspieße nicht verbrennen, vor dem Grillen mindestens eine Stunde in Wasser legen.

 

Zutaten (für 4 Pers.):
  • 150 g frischer Landrahm
  • 5 EL Milch
  • 1 Messerspitze Chilipulver
  • ½ kleine Zwiebel,
  • je 1/4 grüne und rote Paprikaschote
  • Salz und Pfeffer (je nach Geschmack)

Paprika-Chili-Dip

Zubereitung:
Den Landrahm mit Milch in einer Schüssel cremig rühren und mit etwas Salz, Pfeffer und Chilipulver pikant abschmecken. Danach die Paprikaschoten und die Zwiebel sehr klein würfeln und unter den Dip heben.

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Lifestyle

Service & Ratgeber