Mittwoch, 22 November 2017

Cholesterin - notwendig und gefährlich

Cholesterin - notwendig und gefährlich

Unser Körper braucht Cholesterin - die fettähnlich Substanz ist Baustein für verschiedene Hormone (z.B. das weibliche Sexualhormon Östrogen) und Säuren, die für die Fettverdauung zuständig sind. Und es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Körperzellen.

Allerdings stellen wir in unserer Leber auch genug davon selbst her. Und damit ist das Cholesterin, das wir täglich über die Nahrung aufnehmen, eigentlich überflüssig. Mehr noch, wer zuviel Cholesterin über die Nahrung aufnimmt, lebt gefährlich: der Blutfettgehalt erhöht sich, und damit steigt die Gefahr, dass sich an den Arterienwänden Fett ablagert ("Arterienverkalkung") - der erste Schritt zum Herzinfarkt.

Erhöhte Cholesterinwerte - nur eine Frage der Ernährung?

"Ich achte auf eine cholesterinarme Ernährung, um meinen Cholesterinspiegel muss ich mir deshalb gar keine Gedanken machen" - wer so denkt, liegt leider falsch. Denn ein hoher Cholesterinspiegel kann, da sind sich die Experten mittlerweile einig, auch vererbt werden. Deshalb sollte jeder seinen Cholesterinwert bestimmen lassen. Beim Hausarzt oder in der Apotheke ist das schnell und preiswert erledigt.

Tipps für eine gesunde Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat eine Reihe von Grundregeln aufgestellt, wie man durch richtige Ernährung erhöhten Cholesterinwerten vorbeugen kann.

Setzen Sie Brot und andere Produkte aus Getreide, sowie Kartoffeln, Reis und Nudeln ganz oben auf Ihren Speiseplan. Wie Gemüse und Obst sind sie ideal für eine cholesterinarme Ernährung, da sie kaum Fett, aber dafür jede Menge Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthalten.

Tierische Lebensmittel dagegen enthalten immer Cholesterin, wenn auch in unterschiedlichen Mengen. Milch und (fettarme!) Milchprodukte gehören deshalb auf den täglichen Speiseplan; Fisch, Fleisch, Wurst und Eier dagegen nicht: 400-500 Gramm Fleisch pro Woche reichen beispielsweise völlig aus.

Wichtig bei der Zubereitung: Verwenden Sie möglichst wenig Fett, am besten pflanzlicher Herkunft, zum Kochen und Backen. Maß halten ist auch in Sachen Alkohol angesagt. Als Faustregel gilt: für Männer nicht mehr als eine Halbe Bier oder ein Viertel Wein pro Tag, für Frauen gerade mal die Hälfte, sind genug.

Was die Cholesterinwerte außerdem beeinflusst

Legen Sie Ihre Zigaretten zur Seite - und lassen Sie sie liegen. Denn durchs Rauchen sinkt die Konzentration des "guten" Cholesterins im Körper. Damit wird weniger "schlechtes" Cholesterin aus den Arterien zurückgeholt - und die Gefahr der Arterienverkalkung erhöht sich.

Angesagt ist dagegen viel Bewegung: drei Mal in der Woche 20 Minuten in flottem Tempo Spazieren gehen - das genügt schon, um den Gehalt an "gutem" Cholesterin in Ihrem Körper zu steigern.

Kompetente Hilfe - die Ernährungsberatung

Bei einem nur leicht überhöhten Cholesterinspiegel hilft es in vielen Fällen schon, die eigene Ernährung umzustellen. Und zwar langsam und wohlüberlegt, denn radikale Einzelmaßnahmen haben nur selten den gewünschten Erfolg. Eine gute Anlaufstelle ist die Ernährungsberatung.

Hier müssen Sie zunächst über eine Woche hinweg genau Buch führen, welche Nahrungsmittel Sie wann in welchen Mengen zu sich genommen haben. Auf der Basis dieser Aufzeichnungen und den bekannten Cholesterinwerten, erarbeiten die Berater dann gemeinsam mit Ihnen einen Ernährungsplan aus. Und der berücksichtigt persönliche Vorlieben und Abneigungen ebenso wie beispielsweise soziale und berufliche Hintergründe.

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