Mittwoch, 20 September 2017

Was tun bei andauernder Müdigkeit?

Was tun bei andauernder Müdigkeit?

schlafende KatzeDer Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens im Schlaf. Doch viele sind von Einschlafstörungen, Milbenallergien oder gar einem  schnarchender Bettnachbar geplagt.

Schlaf ist wie eine Verjüngungskur, denn alte Zellen werden im Schlaf ab- und neue aufgebaut. Im Schlaf regeneriert sich also unser Körper. Das Immunsystem stärkt sich, Muskeln und Organe entspannen sich und wir werden so wieder fit und leistungsfähig. Außerdem beruhigen sich während des Schlafes Kreislauf und Atmung, unser Körper produziert Wachstumshormone und erneuert dadurch seine Zellen. Wer schlecht schläft, altert deshalb schneller, denn der Körper kann sich nicht ausreichend regenerieren.

Schlaf ist außerdem das A und O für unsere Fitness- und Gedächtnisleistung. Wer gut und fest schläft, ist leistungsfähiger. Der Grund: während wir schlafen, speichert unser Gehirn alles, was wir im Laufe des Tages wahrgenommen haben. Dinge, die wir durch Wiederholung lernen, wie z. B. Vokabeln, werden vor allem in der Tiefschlafphase gespeichert. Gefühle und Erlebtes verarbeiten und speichern wir in der Zeit der bunten Träume. Gute Schläfer lernen deshalb schneller, verarbeiten Probleme besser und machen deshalb auch häufiger Karriere.

Außerdem macht guter Schlaf auch eine gute Figur. Denn im Schlaf wird das Hormon Leptin produziert, das für unser Sättigungsgefühl verantwortlich ist. Die Ausschüttung des Hormons Ghrelin, das Hungergefühle auslöst, wird dagegen unterdrückt, die nächtlichen Heißhungerattacken am Kühlschrank bleiben aus und das hält schlank.

Woran erkennt man schlechten Schlaf?

Wer mehr als vier Wochen so schläft, dass er am nächsten Morgen nicht ausgeschlafen, fit und leistungsfähig ist, leidet sehr wahrscheinlich unter Schlafstörungen. Folgende Anzeichen können auf ernste Schlafstörungen hindeuten:

Einschlafstörungen:

Braucht man regelmäßig länger als 30 Minuten zum Einschlafen, spricht man bereits von Schlafstörungen. Die Betroffenen liegen häufig lange, sogar bis zu mehreren Stunden, wach und wälzen sich quälend im Bett hin und her.

Ständiges Aufwachen:

Es ist völlig normal, dass man in der Nacht mehrmals wach wird, aber binnen drei Minuten wieder einschläft. In der Regel kann man sich am nächsten Morgen daran nicht mehr erinnern. Dauern diese Wachphasen jedoch mehr als drei Minuten an und können Sie auch nicht gleich wieder einschlafen, kann dahinter ein ernsthaftes Schlafproblem stecken. Dann spricht man nämlich von Durchschlafstörungen.

Eine Ursache dafür kann zum Beispiel Lärm sein, denn unser Gehörsinn bleibt auch während des Schlafens aktiv. Wird der Geräuschpegel zu hoch, nimmt die Tiefe des Schlafes ab und man wacht häufiger auf, auf Dauer sind Schlafstörungen die Folge.

Konzentrationsschwierigkeit:

Ein deutliches Anzeichen für Schlafprobleme sind Konzentrationsstörungen am Tag. Wer nachts schlecht schläft, fühlt sich am Tag häufig schlapp und unkonzentriert. Der Grund: Das Gehirn braucht bestimmte Schlafphasen, um Erlebtes zu verarbeiten, aber auch um sich zu entspannen, um am nächsten Tag wieder leistungsfähig zu sein. Sind diese Phasen gestört, sind Unaufmerksamkeit und Zerstreutheit die Folge.

Tagesmüdigkeit:

Müdigkeit ist ein deutliches Zeichen für Schlafmangel oder schlechten Schlaf. Oftmals schlafen die Betroffenen nachts sogar mehr als zehn bis zwölf Stunden und fühlen sich am nächsten Morgen trotzdem schlapp und ausgelaugt. Wer sehr lange schläft und trotzdem nicht fit ist oder der auch nach acht Stunden Schlaf immer noch unter extremer Müdigkeit leidet, der könnte unter Atemaussetzern, der so genannten "Schlaf-Apnoe" leiden. Diese werden durch eine Verengung der Atemwege verursacht. Hier gilt nur eins: unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn durch diese Atemaussetzer wird zu wenig Sauerstoff in den Körper transportiert. Die Folge: der Schlaf wird unruhig und der Betroffene kommt nicht in die für den Körper notwendige Tiefschlafphase. Das kann schlimme gesundheitliche Folgen haben – sogar zu erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko führen.

Generell gilt: Wenn Sie mehr als vier Wochen unter Einschlaf- oder Durchschlaf-Störungen leiden oder ständig wiederkehrend Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten verspüren, obwohl Sie ausreichend schlafen, sollten Sie unbedingt mit einem Arzt sprechen. Zudem sollten Sie Ihre Liegeposition hinterfragen und ggf. auf medizinische Hilfsmittel zurückgreifen, um den Rücken und Gelenke zu entlasten. Der Körper wird durch Schlafstörungen ausgelaugt und das Immunsystem geschwächt. Hierdurch werden Sie anfälliger für Krankheiten. Ständiger Schlafmangel kann sogar zu Diabetes und Bluthochdruck führen.

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