Freitag, 28 April 2017

Geschichte des Münchener Oktoberfestes

Geschichte des Münchener Oktoberfestes

Das heutige Oktoberfest auf der münchner der Theresienwiese blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück. Oktoberfeste dienten ursprünglich dazu, untergäriges Lagerbier vor dem Beginn der neuen Saison unter das Volk zu bringen.

Anlässlich der Vermählung zwischen Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I. von Bayern, und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, wurde ein großes Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens veranstaltet. Die Rennen wurden in den darauffolgenden Jahren wiederholt und 1819 zum jährlichen Nationalvolksfest erklärt. Das erste Karussell wurde 1818 errichtet. Losstände trugen vor allem dazu bei, die Ärmeren Bewohner Münchens anzuziehen. Schmuck und Porzellan waren beliebte Preise auf dem Oktoberfest in München.

Die Statue der Bavaria blickt seit dem Jahr 1850 auf die Theresienwiese. Drei Jahre später wurde auch die Ruhmeshalle zu Füßen der knapp 20 Meter hohen Statue errichtet. Ab dem Jahre 1880 sorgte elektrisches Licht auf der münchner Wiesn für Beleuchtung der zahlreichen Bier-Buden und Zelte. Traditionalisten hielten lange am steinernen Maßkrug fest - die erste Maß aus Glas feierte erst 1892 ihren Einzug. Große Bierhallen ersetzten bald die Vielzahl der kleinen Buden. In dem damals größten Bierzelt, fanden bereits 12.000 Gäste Platz. Zum Jahrestag 1910 schenkten die Brauereien 12.000 Hektoliter Bier aus. Heute werden etwa 6,5 Millionen Maß Bier von 5,7 Millionen Oktoberfest-Besuchern getrunken.

1813 konnte das Fest nicht ausgerichtet werden, da Bayern an den napoleonischen Befreiungskriegen beteiligt war. Zwei Cholera-Epidemien (1854, 1873), der Preußisch-Österreichische Krieg 1866 und der Deutsch-Französische Krieg 1870 sorgten in den folgenden Jahren ebenfalls für den Ausfall einiger Volksfeste auf der Theresienwiese in München.

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