Freitag, 28 April 2017

Spiegel-Bestsellerliste mit neuen Kriterien

Spiegel-Bestsellerliste mit neuen Kriterien

Schluss mit dem Durcheinander: Die Kriterien für die Top-Liste in den Kategorien Belletristik und Sachbuch werden nachgebessert. Hardcover-Bücher werden zukünftig strikter von den übrigen Erscheinungen abgegrenzt.

Das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL aktualisiert seit mehr als 50 Jahren seine Bestsellerlisten für Buch-Verkäufe in den Kategorien Belletristik und Sachbuch. Zusätzlich werden Ranglisten der Taschenbuch-Verkäufe geführt. In der Vergangenheit wurde es zunehmen erschwert die beiden Ausstattungsvarianten Hard- und Soft-Cover in den beiden Bestseller-Listen zu unterscheiden. Einige Verlage sind dazu übergegangen Zwischenformate zu entwickeln und damit vermehrt in den Markt zu drängen. So werden in der Hardcover-Liste der SPIEGEL-Bestseller auch Paperbacks berücksichtigt, was wiederum für Verwirrung in der Buchhandels-Branche sorgt und kontroverse Diskussionen auslöst.

 

Nun will DER SPIEGEL seine Kategorien für die Bestsellerlisten verändern. Neue Kriterien sollen die Dynamik im Buchhandel reflektieren. Die Varianten Hardcover und Softcover (gebundene) werden mit der Neuerung wieder eindeutiger voneinander abgegrenzt:

  • ausschließlich Hardcover (fest gebundene Bücher) werden berücksichtigt
  • für klassische Taschenbücher, Paperbacks und Broschuren wird die ONLINE-Liste zur „Taschenbuch/Paperback“-Bestsellerliste umbenannt
  • die neuen modifizierten Bestsellerkriterien gelten ab Herbst 2012

Weitere Kriterien und Klassifizierungen

  • nicht berücksichtigt werden weiterhin: Schulbücher, Ratgeber, Reiseführer, Nachschlagewerke, Chroniken, juristische Texte, Bildbände, Sonderausgaben, Comics und Periodika
  • Kinder- und Jugendbücher haben weiterhin eine eigene Bestsellerliste (von Dein SPIEGEL)
  • im Bereich Humor werden Bearbeitungen von Sachthemen auf den Sachbuch-Bestsellerlisten registriert, wenn die Wissensvermittlung im Vordergrund steht
  • Veröffentlichungen von Comedians, werden unter Belletristik gelistet

 

Im Vorfeld der jetzt angekündigten Anpassung der Bestseller-Kriterien hatte sich die Verlags- und Buchhandels-Branche mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass auf die SPIEGEL-Bestsellerliste nur „echte“ Hardcover-Ausgaben führen sollte. Die Möglichkeit einer dritten Bestsellerliste für Zwischenformate wurde von einigen Verlagen unterstützt, vom Buchhandel allerdings deutlich abgelehnt.

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