Mittwoch, 20 September 2017

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Groupon-Aktie unter Druck

Das Schnäppchenportal Groupon hat vergangen Dienstag seine Geschäftsergebnisse für das 2. Qurtal in Chicago präsentiert. Nun stoßen die ersten Großaktionäre ihre Anteile ab.

Steuert das junge Unternehmen auf eine Krise zu? Ein dreiviertel Jahr nach dem Börsengang läuft das Neukundengeschäft schleppend. Im vergangen 2. Quartal konnte ein Wachstum von 45 Prozent auf 568 Millionen Dollar verbucht werden. Nicht genug, sagen die Anleger. Nach der ersten Haltefrist am 1. Juni stießen bereits einige große Aktionäre ihre Papiere ab, oder reduzieren ihre Anteile drastisch. Die Aktie hat diese Woche mit einem Wert von 4,50 Dollar ein neues Allzeittief erreicht. Zum IPO, dem Börsengang im November 2011, war die Aktie 20 Dollar wert. Damit hat das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar seines Börsenwertes verloren. Für das dritte Quartal wird ein Umsatzwachstum von 35 Prozent erwartet. Dieses Wachstum allein kann die Anleger jedoch nicht davon abhalten, die zum Börsengang deutlich überwerteten Papiere abzustoßen. Die Erwartungen und Ziele waren deutlich höher gesteckt. Es kündigt sich an, dass die Facebook-Aktie einen ähnlichen Verlust verkraften muss.

Nun geht es um Schadensbegrenzung

Marc Andreessen, einer der größten Investoren kaufte mit seiner Firma Andreessen Horowitz für rund 40 Millionen Dollar Groupon-Aktien. Auch er hat nach Ablauf der Haltefrist sein 5,1 Millionen Aktien verkauft. Allerdings hat Andreessen rechtzeitig den Absprung geschafft. 14 Millionen Dollar soll er verdient haben.
Unter anderen hat auch die schwedische Investmentfirma Kinnevik ihre 8,4-Millionen-Aktien abgestoßen. Der Hedge Fund Maverick Capital hat seine Anteile von 6,3 auf unter zwei Millionen reduziert. Fidelity Management & Research hat ein Drittel seiner Papiere verkauft. Allein Morgan Stanley hat seinen Bestand aufgestockt. Vielleicht ein Anstoß zum Kursanstieg.

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