Donnerstag, 23 März 2017

Grüne Kapitalanlagen

Grüne Kapitalanlagen

Der grüne Kapitalmarkt ist innerhalb weniger Jahren immens gewachsen. Immer mehr Anlegern ist es wichtig, dass ihr Geld nach ökologischen und ethischen Kriterien angelegt wird. Trotzdem: Verschenken möchte keiner etwas. Darum zählen auch hier die klassischen drei Faktoren der Geldanlage: Sicherheit, Rendite und  Liquidität.

Hinzu kommt ein wesentlicher vierter Punkt: die Mittelverwendung. Auf dem alternativen Anlage-Markt werden alle Produkte angeboten, die es auch bei der klassischen Geldanlage gibt, also Versicherungen, Investmentfonds, Aktien oder Spareinlagen bei "grünen Banken". Allerdings wird nicht bei jedem Produkt mit der Einzahlung der selben Summe auch das Selbe erreicht.

Wer bei einer Neuemission Aktien kauft oder in einen Beteiligungsfonds einzahlt, stellt sein Geld nach Abzug der Vertriebskosten dem jeweiligen Anbieter voll zur Verfügung. Bankeinlagen dagegen ermöglichen es dem Kreditinstitut, innovative Projekte zu ermöglichen und Kredite günstiger anzubieten. Wer in einen Investmentfonds einzahlt, beruhigt zwar sein Gewissen. Er tut aber damit nicht viel für die Umwelt, denn nur ein kleiner Teil des eingezahlten Geldes fließt dem tatsächlichen Förderobjekt zu.

Festgeld ist sicher, aber Aktien bieten mehr Rendite

Für den Anleger bedeutet das: Er muss sich nicht nur überlegen, ob er sein Geld kurz-, mittel- oder langfristig anlegt, sondern auch, welche Wirkung er erzielen möchte. Für die kurzfristige Geldanlage bieten sich Spareinlagen in Form von Festgeld. Beratung und wissenswertes über Festgeldkonten bietet jede Filial- und Online-Bank. Aber auch Sparbücher und Tagesgeldkonten eigenen sich für die kurzfristige Kapitalanlage. Die Wirkung der Investition wäre aber höher, wenn der Anleger Aktien kaufen würde. Aktien sollten aber alleine aus steuerlichen Gründen mindestens ein Jahr gehalten werden, besser jedoch vier bis sieben Jahre, um die Schwankungen an der Börse auszugleichen.

Diese Abwägung muss auch machen, wer sein Geld möglichst ohne Risiko anlegen möchte. Die sicherste Anlage bringt nicht nur die geringste Rendite - sie erzeugt möglicherweise auch nicht die Wirkung, die sich der Sparer erhofft. Auch hier gilt: Die Anlage in Aktien oder Beteiligungsfonds, die einem bestimmten Projekt zu einem Großteil zugeführt wird, birgt auch die höchsten Risiken.

Literaturtipp zum Thema verantwortungsvoll investieren: "Grüne Geldanlagen", ISBN: 978-3-86851-314-1, 208 Seiten, 16,90 Euro

 

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