Mittwoch, 26 Juli 2017

Kräuter für den Magen

Kräuter für den Magen

In der kalten Jahreszeit möchten viele etwas auf dem Teller haben, das von innen wärmt. Kräftige Wintersuppen, Grünkohl, auch das Fleisch darf etwas fetter sein. Doch diese Mahlzeiten liegen uns oft schwer im Magen, weil wir eben heute nicht mehr arbeiten wie früher die Holzfäller.

Der Magenbitter nach dem fetten Essen kam früher häufiger auf den Tisch, heutzutage ist Hochprozentiges ist nicht mehr so gefragt. Wenn Sie keinen Alkohol in dieser Form mögen, auf die Bitterstoffe als Verdauungshilfe müssen Sie nicht verzichten.

Kräuter wie Enzianwurzel, Wermutkraut oder Löwenzahn und Gemüse wie Artischocke, die ja die Wirkung der Schnäpse ausmachen, gibt es auch pur, als Saft oder Tee. Sie wirken besonders gut, wenn sie vor dem Essen getrunken werden.

Naturheilkundebücher geben den Rat: Übergießen Sie einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit siedendem Wasser und lassen Sie alles 10 Minuten ziehen. Sollte der Tee allzu bitter schmecken, kann er nochmals aufgekocht werden. Das mildert den bitteren Geschmack.
Ganz im Gegensatz zum Enzianschnaps enthält dieser Tee tatsächlich die Inhaltsstoffe der Pflanze, die bei der Destillation zerstört werden.

Wenn Sie unter Sodbrennen, Magendrücken und Völlegefühl leiden, trinken Sie am besten eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse Scharfgabe- oder Enziantee. Auch ein Esslöffel Artischockensaft wirkt Wunder.

Die Bitterstoffe regen dabei die Speicheldrüsen und die Nervenbahnen des Magens und der Galle an, so dass die Verdauungssäfte reichlich fließen. Beste Voraussetzungen, um dann mit fetter Wurst, gegrillter Haxe, Sauerkraut und Hülsenfrüchten fertig zu werden.

Nicht ohne Grund werden seit eh und je vor einem Festessen bitterstoffhaltige Aperitifs wie zum Beispiel Campari oder Fernet Branca getrunken. Damit läuft einem im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Mund zusammen.

Foto: BY 2.0|Maja Dumat

 

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