Mittwoch, 22 November 2017

Wenn die Waschmaschine brummt und rumpelt

Wenn die Waschmaschine brummt und rumpelt

Ob dröhnende Bohrmaschine, oder zu laute Stereoanlage – Streit mit dem Nachbarn ist vorprogrammiert. Aber auch Waschmaschinen können Störgeräusche auslösen – besonders dann, wenn sie nicht fachgerecht aufgestellt werden.

Viele Waschmaschinen erreichen beim Schleudern einen Lärmpegel von bis zu 80 Dezibel. Wegen der dabei auftretenden Vibrationen kann es vor allem bei einer in der Wohnung aufgestellten Waschmaschine passieren, dass im Haus laute Störgeräusche zu hören sind. Das Gerät an sich kann sehr leise sein. Aber wenn es in eine Küche eingebaut wird, kann es zu Geräuschübertragungen durch Körperschallübertragungen kommen. Und dann überträgt sich das Geräusch über die Rückwand oder über den Boden in die Nachbarwohnung. Das führt dann zu einem fürchterlichen Brummen, obwohl die Maschine selbst als leise getestet ist.

Zu solchen Geräuschübertragungen kann es vor allem dann kommen, wenn eine Waschmaschine in der Küche steht und mit der Oberkante gegen eine Arbeitsplatte stößt. Weil Arbeitsplatten in der Regel fest mit der Wand verbunden sind, muss das Gerät in solchen Fällen von der Platte entkoppelt werden.

Viele Waschmaschinen und auch Geschirrspüler haben verstellbare Füße, so dass sich die Höhe dieser Geräte verändern lässt. Dann reicht es aber nicht, nur die richtige Höhe einzustellen. Auch die Füße des Geräts müssen anschließend entsprechend gekontert werden, dass sie sich trotz auftretender Vibrationen nicht mehr bewegen.

Die Waschmaschine richtig aufstellen

Darüber hinaus muss beim Aufstellen einer Waschmaschine darauf geachtet werden, dass auch seitlich angrenzende Geräte oder Schränke möglichst nicht berührt werden, um die Übertragung von Vibrationen zu vermeiden. Bei engen Platzverhältnissen ist es deshalb ratsam, die Seitenwände mit einer schalldämmenden Folie zu bekleben. Dieses Material wird beispielsweise im Sanitärbereich für die Dämmung von Rohrleitungen verwendet. Diese etwa acht Zentimeter breiten Streifen lassen sich von der Rolle abschneiden und in Längsrichtung auf das Gehäuse bringen.

Wenn eine Wasch- oder Geschirrspülmaschine von einem Installateur falsch aufgestellt wurde, so dass danach Störgeräusche auftreten, muss er den Mangel kostenfrei beheben. Durch die gesetzliche Gewährleistung ist er dazu normalerweise zwei Jahre lang verpflichtet. Der Installationsbetrieb kann diese Frist allerdings durch eine Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf ein Jahr verkürzen.

Keine Schuld trifft den Installateur dagegen, wenn die Geräusche auf bauliche Mängel in der Wohnung zurückzuführen sind. Vor allem in Altbauten fehlt häufig eine Schalldämmung der Fußböden. Bei Neubauten ist diese Vorgeschrieben. In solchen Fällen muss der Hauseigentümer für eine geeignete Lösung sorgen. Eine Waschmaschine könnte dann zum Beispiel im Keller aufgestellt werden, um Geräuschbelästigungen zu vermeiden.

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